Für viele Neonazis ist der Volkstrauertag ein Pflichttermin, dieser wird oftmals zur Verherrlichung von Wehrmacht und Waffen-SS missbraucht.
Aber auch andere rechte Gruppierungen führen gerne Gedenken an diesem Tag durch, so finden sich in diesem Jahr auch ein paar Beispiele aus der Region:

Kameradenkreis ehemaliger 13er
Bis zu seiner Auflösung 2012 führte der „Kameradenkreis ehemaliger 13er e.V.“ federführend die Gedenkveranstaltung beim „Mahn- und Ehrenmal des Infanterieregiments“ auf dem Arsenalplatz durch.  Bei dem „Kameradenkreis ehemaliger 13er e.V.“, handelte es sich um eine Gruppe Hinterbliebener der Wehrmacht, die einen positiven Bezug zu dieser pflegte.
Noch heute hängen ehemalige Mitglieder jährlich einen Kranz am Mahnmal auf.

Junge-Alternative Baden-Württemberg
Auch die Jugendorganisation der AfD legte am Volkstrauertag Kränze ab. In Stuttgart waren bei einer Kranzniederlegung am „Denkmal für das Grenadierregiment Königin Olga“ im mittleren Schlossgarten zwei JA-Mitglieder aus dem Kreis Ludwigsburg beteiligt.

Grabkerzen-Aktion
Auf dem alten Friedhof in Ludwigsburg befindet sich ein Gedenkmal für die gefallenen Wehrmachts-Soldaten der „260. Infanterie-Division“.
In den vergangenen Jahren gab es an diesem Denkmal vereinzelt Kranzniederlegungen von Neonazi-Gruppen, die diese Aktionen als sogenannte „Heldengedenken“ feierten.
Für einen Kranz scheint es an dem diesjährigen Volkstrauertag nicht gereicht zu haben, lediglich eine billige Garbkerze mit NPD-Aufkleber war vor dem Denkmal zu finden.

Der Landesverband der NPD Baden-Württemberg hatte im Vorfeld dazu aufgerufen solche Garbkerzen mit Aufkleber an „Denkmälern und Soldatengräbern“ aufzustellen.
Auch in anderen Städten fanden ähnliche Garbkerzen-Aktionen statt. In Heilbronn stellte neben der NPD beispielsweise die Neonazigruppe „Junge Revolution“ solche Kerzen hin.